Erhalt historischer Bausubstanz: Sanierung einer brückenmontierten Leitung

Im Jahr 2025 sanierte ein kommunaler Versorger in Tarragona, Spanien, eine DN400-Stahlleitung zur Trinkwasserversorgung, die unterhalb einer denkmalgeschützten historischen Brücke verläuft und anfällig für Leckagen war, mit Primus Line® Rehab. Der etwa 150 Meter lange Leitungsabschnitt war aufgrund der wiederkehrenden Leckagen an mehreren Verbindungsstellen kritisch geworden. Diese waren auf unzureichend ausgeführte Schweißnähte zurückzuführen. Da die Brücke unter Denkmalschutz steht, waren Eingriffe in die Bausubstanz nicht zulässig. Gesucht wurde daher ein Verfahren, das die Funktion der Leitung wiederherstellt, ohne die bestehende Struktur zu beeinträchtigen.

Die zentrale Herausforderung ergab sich aus der Kombination von baulichen Einschränkungen und der Leitungsgeometrie. Aufgrund der strikten Vorgaben zum Schutz der Brücke kamen konventionelle Reparatur- oder Sanierungsmethoden nicht infrage. Gleichzeitig wies die Trasse innerhalb der nur 150 Meter insgesamt 16 aufeinanderfolgende Bögen von jeweils 30 Grad auf. Dies führte zu erhöhten Widerständen und schloss bereits auch viele grabenlose Verfahren aus. Da die Leitung freihängend installiert ist, mussten die Einzugskräfte zudem genau kontrolliert werden, um ein Anheben oder Beschädigen des Altrohres zu vermeiden. Das Altrohr bestand aus Stahl, der Betriebsdruck betrug 11 bar, und die Sanierung durfte keine zusätzlichen Lasten in die bestehende Struktur einleiten.

Als technische Lösung kam das Primus Line® System zum Einsatz. Der aramidverstärkte Primus Liner ist flexibel genug, um alle 16 aufeinanderfolgenden 30°-Bögen zu durchfahren und gleichzeitig den Betriebsdruck aufzunehmen. Zum Lieferumfang gehörten der Primus Liner DN 350, die entsprechenden Verbinder sowie die Bauaufsicht vor Ort. Nach der Installation wurde der Liner mit Druckluft aufgestellt und bildete so ein durchgehendes Rohr, das den Betriebsdruck aufnimmt, ohne das Altrohr statisch zu belasten. Auf diese Weise konnte die Leitung erneuert werden, ohne die historische Brücke zu beeinträchtigen.

Die Installation wurde von AQUATEC Soluciones Medioambientales S.A.U., dem Partner von Rädlinger Primus Line, durchgeführt. Zunächst wurde ein Zugang hergestellt und das Altrohr über einen Einstiegsschacht auf der Nordseite gereinigt. Dabei wurden Ablagerungen entfernt und die Leitung auf einragende Hindernisse überprüft. Anschließend wurde die Trommel mit dem U-förmig gefalteten Liner am Nordufer positioniert und in Richtung Südufer eingezogen. Für den Einzug mussten zwei vertikale Bögen am Südufer vorübergehend demontiert und nach Abschluss der Arbeiten wieder installiert werden. Durch den Einsatz von Seifenlösung konnte die Einzugskraft auf etwa eine Tonne reduziert werden, wodurch ein Anheben des freihängenden Altrohres vermieden wurde. Nach dem Einzug wurde der Liner aufgeweitet, die Anschlüsse installiert und eine zweite Druckbeaufschlagung mit 5 bar durchgeführt, um die vollständige Passung in allen Bögen sicherzustellen.

Die Sanierung wurde in einem Abschnitt innerhalb von drei Arbeitstagen abgeschlossen. Nach der erfolgreichen Druckprüfung wurde die Leitung wieder in Betrieb genommen. Das Ergebnis ist die Sanierung einer freihängenden Trinkwasserleitung, bei der die Anforderungen des Denkmalschutzes sowie die komplexe Leitungsgeometrie berücksichtigt wurden. Das Projekt zeigt die Anwendung von Primus Line® Rehab unter Bedingungen, bei denen eingeschränkter Zugang, der Schutz bestehender Bauwerke und kontrollierte Einbaukräfte von Bedeutung sind.

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