Die zentrale Herausforderung ergab sich aus der Kombination von baulichen Einschränkungen und der Leitungsgeometrie. Aufgrund der strikten Vorgaben zum Schutz der Brücke kamen konventionelle Reparatur- oder Sanierungsmethoden nicht infrage. Gleichzeitig wies die Trasse innerhalb der nur 150 Meter insgesamt 16 aufeinanderfolgende Bögen von jeweils 30 Grad auf. Dies führte zu erhöhten Widerständen und schloss bereits auch viele grabenlose Verfahren aus. Da die Leitung freihängend installiert ist, mussten die Einzugskräfte zudem genau kontrolliert werden, um ein Anheben oder Beschädigen des Altrohres zu vermeiden. Das Altrohr bestand aus Stahl, der Betriebsdruck betrug 11 bar, und die Sanierung durfte keine zusätzlichen Lasten in die bestehende Struktur einleiten.
Als technische Lösung kam das Primus Line® System zum Einsatz. Der aramidverstärkte Primus Liner ist flexibel genug, um alle 16 aufeinanderfolgenden 30°-Bögen zu durchfahren und gleichzeitig den Betriebsdruck aufzunehmen. Zum Lieferumfang gehörten der Primus Liner DN 350, die entsprechenden Verbinder sowie die Bauaufsicht vor Ort. Nach der Installation wurde der Liner mit Druckluft aufgestellt und bildete so ein durchgehendes Rohr, das den Betriebsdruck aufnimmt, ohne das Altrohr statisch zu belasten. Auf diese Weise konnte die Leitung erneuert werden, ohne die historische Brücke zu beeinträchtigen.




