
Andreas Mühlbauer
im Interview
Andreas Mühlbauer
| R&D / Zertifizierung |
| Windischbergerdorf |
| 2009 |

Wann und wie bist du zu Rädlinger Primus Line gekommen? Was hat dich damals überzeugt, Teil des Unternehmens zu werden – und was hält dich bis heute hier?
Ich bin 2009 zu Rädlinger Primus Line gekommen – auf Empfehlung eines Freundes und auch aus Neugier. Ziemlich schnell bin ich dann über das berühmte und intern oft zitierte ‚Primus Line Baby‘ gestolpert.
Und wie das bei Babys so ist: Die machen erstmal Arbeit. Aber genau das hat den Reiz ausgemacht. In vielen spannenden Projekten konnte ich im Team mithelfen, dass aus dem Baby Schritt für Schritt ein junger Erwachsener wird, der jetzt 25 Jahre alt ist.
Und irgendwie ist es wie in der Familie, wenn man so lange dabei ist und mit aufwächst, bleibt man gerne.
An welche Momente oder Projekte erinnerst du dich besonders gerne zurück?
Das war ganz klar das IFL-Projekt. Kurz nach meinem Einstieg kam ein riesiger Ölkonzern aus Malaysia zu uns nach Cham. Gemeinsam wurde der In-Field-Liner für Offshore-Leitungen entwickelt.
Dabei haben wir nicht nur technisch Neuland betreten, sondern auch eine für einen Bayern teils etwas ungewohnte Kultur kennengelernt. Gleichzeitig war es eine intensive Zeit mit viel positivem Stress in unserem kleinen Projektteam.
Gerade weil wir so eng zusammengearbeitet haben, konnten wir enorm viel lernen – und am Ende das Projekt auch erfolgreich abschließen.
„Da Primus Line® ein sehr spezielles und innovatives Produkt ist, gibt es meist keinen passenden Standard. Die Herausforderung besteht daher darin, in jedem Land gemeinsam mit Behörden und Prüflaboren einen Konsens zu finden, um das Produkt freizugeben und die entsprechenden Zertifikate zu erhalten.“
Was hat sich aus deiner Sicht am meisten verändert – fachlich, organisatorisch und/oder menschlich?
Wenn ich zurückdenke, hat sich vor allem räumlich und organisatorisch extrem viel getan. Früher saß die Verwaltung noch hinten im Erdgeschoss der Maschinenbauhalle und auch die Fertigung lief eher improvisiert in einer angrenzenden Halle.
Heute haben wir einen eigenen Bürokomplex mit richtig guten Arbeitsbedingungen. In Weiding steht eine hochmoderne Produktionshalle, die genau auf Primus Line® zugeschnitten ist, und in Chammünster haben wir ein zentrales Lager- und Logistikzentrum aufgebaut, das in die ganze Welt verschickt.
Allein dieses Wachstum in so kurzer Zeit zeigt schon, wie sich Rädlinger Primus Line entwickelt hat und das spiegelt sich genauso im Team wider: deutlich größer, aber immer noch mit der gleichen Motivation und Energie.
Welche Entwicklungen in deinem Fachbereich waren für dich echte Meilensteine?
In meinem Fachbereich sind vor allem die technischen und hygienischen Anforderungen an das Produkt enorm gestiegen. Anfangs gab es nur zwei Zulassungen für Primus Line®, heute sind es weltweit rund 30.
Mit dem stetig wachsenden internationalen Vertrieb steigt natürlich auch der Umsatz – allerdings ist klar: ohne Zulassungen kein Vertrieb.
Da Primus Line® ein sehr spezielles und innovatives Produkt ist, gibt es meist keinen passenden Standard. Die Herausforderung besteht daher darin, in jedem Land gemeinsam mit Behörden und Prüflaboren einen Konsens zu finden, um das Produkt freizugeben und die entsprechenden Zertifikate zu erhalten.
Deutschland als Mutterland stellt dabei traditionell die höchsten Anforderungen.
Welche Kompetenzen oder Werte aus deiner Anfangszeit sind heute immer noch wichtig und warum?
Gerade in der Anfangszeit war oft nicht alles klar definiert. Da musste man einfach anpacken und auch mal improvisieren. Die Herangehensweise hilft mir bis heute, besonders bei neuen oder komplexen Projekten.
Du bist inzwischen Experte auf deinem Gebiet. Was bedeutet Erfahrung für dich im Arbeitsalltag?
Erfahrung bedeutet für mich im Arbeitsalltag vor allem, Situationen schneller einschätzen zu können. Sie bringt mir Ruhe in stressigen Situationen.
Wenn du an die zukünftige Entwicklung von Unternehmen und/oder Produkt denkst: Worauf freust du dich besonders?
Ich freue mich vor allem darauf, wo Primus Line® noch überall eingesetzt wird. Es kommen immer wieder überraschende Anwendungen dazu.
Und natürlich auf die Projekte, bei denen man sich am Anfang denkt: ‚Mal schauen, ob das klappt‘ – und es am Ende dann trotzdem funktioniert.
Und zum Schluss: Welchen Wunsch oder Gruß möchtest du dem Unternehmen zum 25. Firmenjubiläum mit auf den Weg geben?
Ois Guade zum 25. Jubiläum, bleibt gscheit innovativ, a bisserl unkonventionell und macht's weiter so, dann passt des scho für de nächsten 25 Jahr! :-))









