Andreas Gross

im Interview

Andreas Gross

  • Rolle/Jobtitel:
Head of Business Unit 
International Water Projects
  • Team/Standort:
Windischbergerdorf
  • Dabei seit:
2013

Wann und wie bist du zu Rädlinger Primus Line gekommen? Was hat dich damals überzeugt, Teil des Unternehmens zu werden – und was hält dich bis heute hier?

Eine Studienkollegin hatte Ende 2012 eine Ausschreibung von der Firma Rädlinger an der Uni Passau gesehen und meinte, das wär' was für mich. Rädlinger kannte ich damals nur vom Straßenbau und hatte der Ausschreibung eigentlich längere Zeit keine Beachtung geschenkt, da mir gar nicht bewusst war, dass es Rädlinger Primus Line überhaupt gibt und dass es international aktiv ist. 

Überzeugt hatte mich damals, dass das Produkt bereits weit entwickelt war, Vertrieb und Marketing aber in den Kinderschuhen steckten. Aus meiner früheren Tätigkeit in den USA wurde zuerst Vertrieb und Marketing gemacht und dann wurde das Produkt entwickelt – oftmals zum Leidwesen der Kunden und Mitarbeiter. Das Potenzial bei Rädlinger Primus Line und die Möglichkeiten waren bereits damals enorm und sind es noch immer.

An welche Momente oder Projekte erinnerst du dich besonders gerne zurück?

Wenn es darauf ankommt, haben wir ein Team und Partnernetzwerk, das extrem leistungsfähig ist. Als es 2016 zu einem Erdrutsch in Messina kam und die Trinkwasserversorgung für 220.000 Personen unterbrochen wurde, benötigte der italienische Zivilschutz eine schnelle und verlässliche Lösung zur Wiederherstellung der Wasserversorgung in unwegsamem Gelände. Unser italienischer Partner hatte seine Unterstützung angeboten, der lokale Ingenieur – mit dem wir immer noch arbeiten – hatte die Planung und das Design in mehreren Nachtschichten durchgeführt, wir hatten in Rekordzeit ca. ein Kilometer Material vorbereitet und unterstützten mit einem Mitarbeiter vor Ort. So konnte die Stadt in kürzester Zeit wieder mit Trinkwasser versorgt werden. 

„Neugierde und Offenheit sind immer noch wichtig, weil es noch viele Regionen, Märkte und Anwendungen für Primus Line® gibt, die bisher nicht erschlossen sind.“

Was hat sich aus deiner Sicht am meisten verändert – fachlich, organisatorisch und/oder menschlich?

Die Organisation ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Im Jahr 2013 sind die Produktionsanlagen meist projektspezifisch genutzt worden, mittlerweile hat die Auslastung deutlich zugenommen. 

Ab der zweiten Jahreshälfte bis zum Jahresende 2025 hatten wir fast wöchentlich Kundenbesuche und die Produktion und die damit verbundene Qualitätssicherung – weltweit einmalig – ist für viele Besucher der Grund, auf Primus Line® zu setzen. 

Auch das neue Lager erlaubt es, die Lagerkapazitäten zu erhöhen, um schneller auf Kundenprojekte zu reagieren und die Lieferzeiten zu verkürzen. 

Das System Primus Line® ist weltweit mit seinen Handbüchern – Design, Installation, Betrieb – das am besten dokumentierte System und bietet einen professionellen Engineering Support für die Partner.

Welche Entwicklungen in deinem Fachbereich waren für dich echte Meilensteine?

Gründung der Auslandsniederlassungen in USA, Australien und Kanada.

Aufbau eines weltweit agierenden Vertriebs- und Ingenieurteams, das nah am Kunden ist, die Sprache und Mentalität des jeweiligen Marktes kennt und die technischen Herausforderungen meistert. 

Technisch anspruchsvolle Projekte, z. B. Hochdruckleitung in Piemont mit 43 bar, innerstädtische Leitungssanierung in Brisbane ausschließlich in Nachtschichten über mehrere Wochen hinweg, Einzug von 2,6 Kilometern am Stück in Dänemark, rund 11 Kilometer Asbestzement-Leitungssanierung in Mexiko.

Welche Kompetenzen oder Werte aus deiner Anfangszeit sind heute immer noch wichtig und warum?

Neugierde und Offenheit sind immer noch wichtig, weil es noch viele Regionen, Märkte und Anwendungen für Primus Line® gibt, die bisher nicht erschlossen sind.

Du bist inzwischen Experte auf deinem Gebiet. Was bedeutet Erfahrung für dich im Arbeitsalltag?

Erfahrung bedeutet für mich, täglich gute und pragmatische Entscheidungen mit Blick auf den Kunden und das Unternehmen zu treffen und auch dabei sein breites Netzwerk – extern und intern – bestmöglich zu nutzen.

Wenn du an die zukünftige Entwicklung von Unternehmen und/oder Produkt denkst: Worauf freust du dich besonders?

Die Weiterentwicklung des Produkts hin zu größeren Durchmessern. 

Und zum Schluss: Welchen Wunsch oder Gruß möchtest du dem Unternehmen zum 25. Firmenjubiläum mit auf den Weg geben?

Auf die nächsten 25 Jahre!

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